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Türkenfeld ist "Gigabit-Region"

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Auszeichnung 
für kommunale IT-Sicherheit

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Wappen Gemeinde Türkenfeld

Kommunale Wärmeplanung Gemeinde Türkenfeld - Endbericht

Der kommunale Wärmeplan wurde gemäß den Vorgaben der Kommunalrichtlinie (Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld) erstellt. Somit erfüllt der vorgelegte Wärmeplan den Bestandschutz (§5, Abs. 2) des Gesetzes für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze („Wärmeplanungsgesetz“) sowie die mit 2. Januar 2025 erfolgte Aktualisierung der Verordnung zur Ausführung energiewirtschaftlicher Vorschriften (AVEn) durch den Freistaat Bayern.

Ziel der kommunalen Wärmeplanung

Ziel war es, eine Strategie zu erarbeiten, wie bis zum Jahr 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung in Türkenfeld erreicht werden kann.

Hierfür wurde im November 2024 ein externes Planungsbüro beauftragt, welches im Zeitraum von April bis Oktober 2025 unter Leitung der Gemeindeverwaltung die entsprechenden Untersuchungsschritte durchgeführt hat.

Die Analyse des bestehenden Wärmesektors verdeutlichte den Handlungsbedarf: Der Anteil fossiler Energieträger liegt bei rund 68 %, mit Erdgas und Heizöl als dominierenden Energieträgern.

Eine grundlegende Eignung für den konventionellen Wärmenetzausbau konnte unter den Randbedingungen der kommunalen Wärmeplanung nicht festgestellt werden. Das Gemeindegebiet wurde – mit Ausnahme des bestehenden Wärmenetzes in Pleitmannswang – als „dezentrales Wärmeversorgungsgebiet“ eingeordnet.

Basierend auf der Potenzialanalyse wurde der Einsatz von Wärmepumpen als zentraler Treiber für den Transformationspfad definiert. Dabei sind sowohl oberflächennahe Geothermie als auch Luft-Wärmepumpen vorgesehen.

Zur Umsetzung wurden sieben Maßnahmen abgeleitet und in Steckbriefen zusammengefasst. Besonders empfohlen werden Beratungsleistungen für Gebäudeeigentümer sowie eine Machbarkeitsstudie für das Gebiet Rathaus/Linsenmann-Gebäude.

Auf dem Weg zum klimaneutralen Heizen / Kommunaler Wärmeplan zeigt Potenziale und Optionen auf

Die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung für Türkenfeld liegen vor. Sie ist ein strategisches Planungsinstrument, das allen Gemeinden vom Gesetzgeber aufgetragen wurde, um die Wärmewende umzusetzen und bis 2045 Klimaneutralität auf dem Heizsektor zu erreichen. Der Wärmeplan zeigt Hausbesitzern, Gewerbetreibenden und der Gemeindeverwaltung auf, welche Art der Wärmeversorgung im Gemeindegebiet mit welchem klimaneutralen Energieträger am besten funktioniert.

Die Klima- und Energieagentur Klima3 hat im Auftrag der Gemeinde den Wärmeplan für Türkenfeld vorgestellt. Die Ergebnisse präsentierten die Projektmanager Doris Kömmling und Tim Hennig im Rahmen der „Aktionswochen Wärme“ im Linsenmannsaal der Öffentlichkeit.

Keine Überraschung ist, dass für Türkenfeld als ländliche Gemeinde ein alle Haushalte umfassendes Fernwärmenetz mindestens im Moment nicht in Frage kommt. Es wäre schlicht zu teuer und nicht wirtschaftlich zu betreiben. Das hat auch eine Vorstudie bestätigt, die gemeinsam mit weiteren Kommunen am Ammersee-Westufer in Auftrag gegeben wurde.

Stattdessen wird es Sache der Hausbesitzer sein, individuelle und passgenau Lösungen umzusetzen. Derzeit werden noch mehr als zwei Drittel der Gebäude mit fossilen Energieträgern beheizt. Der Wärmeplan zeigt jedoch auf, dass ein Potential für die Nutzung von Grundwasser- und Umweltwärme sowie für Erdwärmesonden und Erdwärmekollektoren vorhanden ist.

Das größte Potenzial bietet die Luft-Wärmepumpe – 71 Prozent der Wohngebäude in Türkenfeld sind theoretisch dafür geeignet. Unter den Ein- und Zweifamilienhäusern sind es sogar 87 Prozent, wobei stets der Einzelfall betrachtet werden muss. Für einzelne Bereiche im Hauptort ist die Grundwasserwärmepumpe eine Option.

Erdwärmekollektoren bieten sich an, wenn eine ausreichend große Grundstücksfläche mit geringer Hangneigung und guten Bodeneigenschaften zur Verfügung steht. Ein zusätzliches Ausbaupotential besteht im Bereich der Solarthermie. Eine weitere spannende, aber im Detail zu prüfende Option – vor allem für die Beheizung öffentlicher Gebäude - könnte die Nutzung von Abwasserwärme sein.

Der Wärmeplan ist keine gebäudescharfe Untersuchung, er bietet Bürgern, Gewerbetreibenden und der Gemeindeverwaltung jedoch Orientierung in der Frage des Heizungstausches. Individuelle Beratung bietet die Check-dein-Haus-Kampagne der Verbraucherzentrale. Auf der Basis der Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung werden bei interessierten Hausbesitzern Vor-Ort-Beratungen zum Thema energetische Sanierung und Heizungsoptionen durchgeführt. Aktuell steht ein kostenfreies Kontingent an Beratungen zur Verfügung. Anmeldung unter „Aktionswochen Wärme“ in Türkenfeld – Klima3 Klimaagentur

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Informationen zur Förderung:

Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung wurde durch die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert.

Titel des Vorhabens:
Erstellung einer kommunale Wärmeplanung für die Gemeinde Türkenfeld

Laufzeit des Vorhabens:
01.01.2025 – 31.12.2025

Beteiligte Partner:

Gemeinde Türkenfeld (planungsverantwortliche Stelle)

Externes Planungsbüro (beauftragt im November 2024)

ZUG gGmbH (Fördermittelgeber)

Förderkennzeichen:
67K28573

Ziele und Inhalte der Förderung:
Ziel der Förderung war die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans, der eine langfristige Strategie zur klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2045 entwickelt. Die Förderung ermöglichte die Durchführung einer umfassenden Bestandsanalyse, die Potenzialermittlung für erneuerbare Wärmequellen sowie die Ableitung konkreter Maßnahmen zur Umsetzung.

Weitere Informationen zur Nationalen Klimaschutzinitiative:
https://www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie