Türkenfeld wird eine „essbare Gemeinde“

Vorschaubild Beeren

Gemüse und Obst für jedermann, gesund und kostenlos und direkt vor der Haustür zum Selberernten. Was nach Schlaraffenland klingt, wird an manchen Orten im Kleinen bereits praktiziert. Angesichts verschiedener Faktoren rückt das „Urban Gardening“ wieder vermehrt ins öffentliche Interesse. 

Das wohl beeindruckteste Beispiel hier ist die Stadt Andernach(YouTube-Video). Aber auch in oberbayerischen Gemeinden Erdweg oder auch Grafrath ist man fleißig am verwirklichen dieser Idee.

Die Möglichkeiten, trotz der derzeitigen Lage wieder eine Plattform für Begegnungen unter freiem Himmel zu schaffen, sind enorm:

  1. Ein übergreifendes gemeinsames Projekt über das gesamte Dorfgebiet verteilt, das überall wachsen kann und für jedermann sichtbar ist.
  2. Auch Mitbürger, die nicht aktiv dabei sind, haben etwas davon und können ernten.
  3. Es gibt einen hohen pädagogischen Wert - Kinder können von ihren Eltern „im Vorbeigehen“ wieder an die Erzeugung von Lebensmitteln auf natürliche Art und Weise herangeführt werden.
  4. Man kann Tipps und Tricks weitergeben.
  5. Wir können kreativ unser Dorf verschönern.
  6. Wir können durch Flächen in Schulnähe auch ganze Klassen zu dem Thema Obst- und Gemüseanbau heranführen.
  7. Durch Schilder lernen Erwachsene und Kinder welche Beerensträucher essbar sind. 
  8. Durch das Gemeingut, das wir schaffen, kann auch eine nachbarschaftliche Verantwortung entstehen. 

Kurz:  Es ist ein über alle alters- und sozialen Schichten verbindendes Projekt, was dazu dienen kann, uns näher zusammenzubringen.

Zwei Türkenfelder BürgerInnen (Regine Wilsch und Peter Salomon) haben nun beschlossen, dieses Konzept ebenfalls in Türkenfeld umzusetzen. Die Gemeinde ist von dem Projekt begeistert und Bürgermeister Emanuel Staffler hat bereits in einem ersten Meeting die volle Unterstützung zugesichert. Zahlreiche Flächen wurden bereits für die Nutzung gefunden und nun geht es nur noch ums umsetzen!

Das bedeutet, dass ALLE Türkenfelder Bürger und Bürgerinnen eingeladen sind, bei diesem tollen Projekt mitzumachen. Wirklich jeder kann einen Beitrag dazu leisten und sich nach seinen Fähigkeiten und Interessen einbringen. Sei es bei der Gestaltung, der Organisation, dem generieren von Spendengeldern, Online-Marketing, der Materialbeschaffung, dem Entwerfen und Aufstellen von Schildern, dem Materialtransport und schließlich dann auch bei der gärtnerischen Umsetzung und Pflege.

Interessenten können sich per mail gerne unter essbares.tuerkenfeld@gmx.de  oder telefonisch bei Peter Salomon (08193 937799) und Regine Wilsch (08193 4252) melden. Sie freuen sich riesig über Eure Nachricht!!

Drucken