Tipps für einen natur- und klimafreundlichen Garten zum Wohlfühlen

Vorschaubild Blühgarten

Grün statt Schotter und Pflaster

Blühflächen, Bäume und Sträucher schaffen ein Wohlfühlklima im Garten. Denn die ständige Verdunstung durch die Pflanzen sorgt für eine angenehme Kühle. Dagegen heizen sich geschotterte oder gepflasterte Flächen im Sommer unangenehm auf und verursachen ein trockenes und heißes Mikroklima im Garten. Ein schattiger Platz unter einem Baum ist deutlich luftiger als unter einem Sonnenschirm auf Pflaster, wo sich die Hitze staut. Zudem sind Schotterflächen nicht wirklich pflegeleicht, denn Moosbewuchs, keimende Pflanzen und die Ansammlung von Laub erfordern mit der Zeit immer mehr Arbeitsaufwand.

 

Refugien für Biodiversität schaffen

In unserer Kulturlandschaft ist auf vielen Flächen immer nur eine Pflanzenart erwünscht. Da bleibt nicht viel Raum für Biodiversität. In diesem Zusammenhang sind Gärten immens wichtig als Refugien für Artenvielfalt, sowohl für heimische Pflanzen als auch für Insekten, Vögel und die restliche Tierwelt. Noch bis 2025 läuft eine Aktion des Bayerischen Landesamtes für Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV), bei der sich auch Türkenfelder Gartenbesitzer bewerben können um die Plakette „vogelfreundlicher Garten“. Vogelvielfalt im Garten ist ein guter Hinweis auf intakte Natur, weil sie sich nur unter passenden Bedingungen einstellt. Denn nur wo Vögel Nahrung in Form von Insekten oder Samen finden, wo Nistmöglichkeiten existieren wie Bäume und Sträucher und wo sie Verstecke finden, in denen sie vor Feinden sicher sind, halten sie sich auf und bekommen Nachwuchs.

 

Keine Experimente mit exotischen Pflanzen

Zum Schutz der heimischen Biodiversität sollte man keine Experimente machen mit exotischen Pflanzen aus anderen Ländern. Das Beispiel des Indischen Springkrauts zeigt auch rund um Türkenfeld, was passiert, wenn diese Pflanzen auswildern, sich ohne Fressfeinde hemmungslos vermehren und unsere einheimischen Pflanzen verdrängen. Zu schmückenden Elementen, passend zu unseren Häusern und zu unserem Dorf, werden unsere Gärten am ehesten mit heimischen oder lange etablierten Pflanzen.

 

Tieren und Menschen Dunkelheit gönnen

Ein Garten, in dem sich auch die Tiere wohlfühlen, soll nachts nicht beleuchtet sein. Denn Lichter ziehen Insekten an und werden für sie zur Falle, in der sie entweder vor Erschöpfung umkommen oder von Feinden gefressen werden. Die Lebensrhythmen der nachtaktiven Tiere und vieler Vögel geraten durcheinander. So haben die Tiere unnötigen Stress und als Folge davon weniger Nachwuchs. Die Nacht mit der dazu gehörigen Dunkelheit ist wichtig für die Natur und auch für den gesunden Schlaf der Menschen. Deshalb soll man auch im Garten das Licht ausschalten, wenn man ins Bett geht.

 

Für den AK Natur und Umwelt

Irmgard Meißner

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