Mögliche Verlagerung Sportplatz - aktueller Sachstand

Im Rahmen der Juni-Sitzung 2020 hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, eine Vorstudie auf den Weg zu bringen um eine mögliche Verlagerung des Sportplatzes näher zu beleuchten. Vorausgegangen war die mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (FNP) bestätigte Planungsprämisse. Konkret ist vorgesehen, die Sportflächen vom Standort „An der Kälberweide“ in die Nähe der Grund- und Mittelschule zu verlagern. Auf dem Gelände des dann „alten Sportplatzes“ sollen Wohn- und Gewerbeflächen entstehen. Bürgermeister Staffler hat, wie vom Gemeinderat erbeten, unmittelbar nach der Juni-Sitzung 2020 Kontakt mit den Verantwortlichen des TSV aufgenommen. Beide Seiten kamen überein, das Projekt gemeinsam vorantreiben zu wollen. Eine der wesentlichen Voraussetzungen für das Zustandekommen des Projekts ist die Zustimmung der Mitgliederversammlung des TSV. Pandemiebedingt konnten diese Mitglieder-Versammlungen erst im September 2021 stattfinden. Das Mitglieder-Votum war positiv [~ 80% der anwesenden Mitglieder haben FÜR die Verlagerung gestimmt].

Folgende Punkte konnten seit dem Jahr 2021 bereits auf den Weg gebracht werden:

  1. Grobplanung durch die Verantwortlichen des TSV, wie eine neue Sportanlage theoretisch aussehen soll/ muss (vgl. Internet-Auftritt des TSV).
  2. Im Rahmen der durch den Gemeinderat beauftragten Vorstudie (beauftragt: Arnold Consult AG): Durchführung eines breit angelegten Scoping-Termins mit Vertretern aller relevanter Fachabteilungen des Landratsamts.
    FAZIT: Keine „Show-Stopper“ identifiziert; Projektierung kann weiterlaufen.
  3. Führen erster unverbindlicher Gespräche mit den heutigen Eigentümern der möglichen neuen Sportfläche durch Bgm. Staffler.
    FAZIT: Grundsätzliche Gesprächsbereitschaft vorhaben; Details, etc. zu verhandeln; Ausgang offen.
  4. In drei Teilversammlungen stellten die Verantwortlichen des TSV sowie Bürgermeister Staffler den anwesenden Mitgliedern die Pläne vor. Die gezeigte Präsentation ist auf der Homepage des TSV einsehbar.
    Das Mitglieder-Votum war positiv [~ 80% der anwesenden Mitglieder haben FÜR die Verlagerung gestimmt].

Im Rahmen der Mitgliederversammlungen hat Bürgermeister Staffler namens der Gemeinde unterstrichen, dass eine Realisierung des Projekts nur unter folgenden Bedingungen gelingen kann:

    • Positiv-Votum der TSV-Mitgliederversammlung (liegt vor)
    • Der Gemeinde gelingt es, nach einer Einigung mit den bisherigen Eigentümern auf die benötigten Flächen für den „Sportplatz NEU“ Zugriff zu bekommen (Gespräche laufen).
    • Die Vorstudie ergibt im Weiteren, dass der „Sportplatz ALT“ bzw. dessen Untergrund geeignet ist für eine Bebauung.
    • Die planungs- und baurechtlichen Verfahren werden aufgenommen und zu einem positiven Abschluss geführt; der Gemeinde gelingt es, mindestens Teile des „Sportplatzes ALT“ unter Einhaltung wesentlicher städtebaulicher Belange in einem Investoren-Modell zu veräußern (Wohnbau) sowie Gewerbeflächen zu schaffen und zu veräußern (GEWERBE)
      Die Gemeinde muss dabei – analog zum TSV – KEINE langfristigen Schulden für die Finanzierung der neuen Sportanlagen, etc. aufnehmen sondern kann stattdessen eine Refinanzierung durch Grundstücksgeschäfte sicherstellen.
      Wichtig für die langfristige Entwicklung der Gemeinde ist, dass der flächenmäßige Anteil für Wohnbau nur so dimensioniert wird, dass eine Refinanzierung des Sportplatzneubaus gesichert wird.
      Angesichts der stark begrenzten potentiellen Gewerbeflächen im Gemeindegebiet (vgl. Flächennutzungsplan) muss der Gemeinde daran gelegen sein, möglichst viel Fläche für gewerbliche Entwicklungen auf dem Areal des „Sportplatzes ALT“ zu schaffen.

Um in die nächste Projektphase einzutreten, hat der Gemeinderat im Rahmen der Sitzung am 13.10.2021 einstimmig folgende nächsten Schritte beschlossen.

  1. Aufnahme von formellen Grundstücksverhandlungen
  2. Fortsetzung der Vorstudie und Vergabe der Baugrunduntersuchungen „Sportplatz ALT“ und ggf. „Sportplatz NEU“

Zwischen Gemeinde und TSV-Führung herrscht Einigkeit, dass es sich bei dem Projekt um eine historische Chance im Hinblick auf Breitensport und bauliche Entwicklung d. Gemeinde handelt. Dennoch muss der guten Ordnung halber festgehalten werden, dass diverse Fallstricke und Hürden in den nächsten Projektschritten zu nehmen sind bzw. das Projekt auch scheitern kann.

 

 

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