Der Schatz im Türkenfelder Gemeindewald: Moor-Landschaft wird renaturiert

Toteisloch

In unserem Gemeindewald ist eine bedeutsame, ca. 250 – 300 m² große Moor-Fläche zu finden (sog. Toteisloch). Um dieses Juwel mit seltenem Artenvorkommen vor der zunehmenden Austrocknung zu bewahren (zu erhalten), sind verschiedene Maßnahmen notwendig. Entsprechende Gutachten unter Beteiligung der Unteren Naturschutzbehörde sowie der Regierung von Oberbayern liegen vor. Zu erwähnen ist, dass der Gemeindewald seit Jahrzehnten bereits nachhaltig bewirtschaftet wird und versucht wurde und wird, z. B. durch den sog. „Waldlehrpfad“ das Thema in der Bevölkerung präsent zu halten. Die Gemeinde dankt an dieser Stelle ausdrücklich dem Obst- und Gartenbauverein sowie Altbürgermeister Keller, der sich seit Jahrzehnten um den Wald (ca. 70.000 m²) kümmert und nachweislich ein Refugium geschaffen hat.

GRin Meissner hat sich gemeinsam mit Bgm. Staffler und zuständigen Stellen im Rahmen zweier Ortstermine informiert und das weitere Vorgehen besprochen.

Im Rahmen der Juli-Sitzung des Gemeinderats hat Frau Dipl. Ing. Cornelia Siuda (Regierung von Oberbayern / Klimaprogramm Bayern 2050 Moore) zu o. g. „Toteisloch“ referiert. Im Mittelpunkt soll die Frage stehen, wie dieses Naturjuwel erhalten werden kann. Das Ziel: Die langfristige Sicherung des Moors durch Reduktion der Verdunstungsleistung der Gehölze.

Gleichzeitig sind für den Erhalt Zuschüsse in Höhe von bis zu 90% der sog. förderfähigen Kosten in Aussicht gestellt (Klimaprogramm „Bayern Moore“), wobei bei einer entsprechenden Gestaltung der Maßnahme auf die Gemeinde vsl. keine Kostenbeteiligung zukommt.

Von Bürgermeister Staffler wurde vorgeschlagen, den Landschaftspflegeverband Fürstenfeldbruck zu bitten, die Verantwortung für die Erhaltungsmaßnahmen der Moor-Fläche (dauerhaft) zu übernehmen. Im Mittelpunkt sollen dabei folgende Faktoren stehen:

  • Entbuschung der Moor-Fläche (konkret: Entnahme insb. der Fichten) nach vorheriger Absprache mit der Regierung von Obby.
  • Sanierung der noch nicht ertüchtigten Wege-Verbindung.
  • Bildungsaspekte, z. B. durch die Anbringung weiterer Informationstafeln.
  • Ggf. weitere flankierende Maßnahmen zum Erhalt der bedeutsamen Moor-Landschaft.

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