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Rückschau: Erste Dorfwerkstatt im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses

Am Freitag, dem 11. Oktober 2013, kamen am späten Nachmittag gut dreißig Bürgerinnen und Bürger in der Schönbergaula unserer Schule in Türkenfeld zusammen, um unter der Moderation des Städteplaners Andreas Raab vom Planungsbüro Otto Kurz, München, Gedanken und Visionen für eine künftige Dorfentwicklungsplanung zu entwerfen.
Nach einer kurzen Begrüßung legte Herr Raab als notwendige Grundlage der Vorbereitungsplanung für eine Dorferneuerung das Wechselspiel zwischen der Innensicht der beteiligten Bürgerinnen und Bürger, die sich in den Ergebnissen der Arbeitskreise und der Dorfwerkstätten verdeutlicht, und der Außensicht der Planer, die auf gegebenen Sachverhalten und fachlichen Erkenntnissen beruht, dar. So sind ausgehend von einer fachlichen Bestandsaufnahme und Bewertung des Ist-Zustandes zunächst Leitlinien und umsetzungsbezogene Ziele für einzelne Themen zu entwickeln, um schließlich einen Handlungs- und Maßnahmenplan für die Zukunft zu erstellen.

Herr Raab betonte ausdrücklich, dass der Grundsatz „Es muss Klarheit darüber herrschen, was auf die Bürger zukommt!" während des gesamten Entwicklungsprozesses zu beachten ist. Festgeschrieben werden müssen demnach von Anfang an Auftrag, Zielsetzungen, Rollenspiele und Zeitbedarf für alle Beteiligten. Als Kernforderungen an ein Dorferneuerungsverfahren stellte er die Berücksichtigung von Zusammenhängen, die gezielte Funktionsstärkung, die Begründung der einzelnen Maßnahmen im Gesamtzusammenhang und schließlich ein gemeinsam von Dorfgemeinschaft und Planern erreichtes Gesamtergebnis heraus.

Ein erster Schritt in diese Richtung kann die Beantwortung der Frage „Welche Qualitäten sind zukünftig gewollt?" sein. Im nächsten Schritt sind konkrete Maßnahmen oder Vorhaben zu entwickeln, welche die ermittelten Qualitäten mit Leben erfüllen. Beispiele für diese Bereiche sind etwa die Ortsgestaltung, Aufenthaltsbereiche, Plätze, die Verkehrs- bzw. Mobilitätssituation (Straßen, Wege usw.), Grünstrukturen, Das Versorgungsangebot und viele andere mehr.

An diese grundlegende Bestimmungen von Zielen und Vorgehensweisen schloss sich die Darstellung des bisher Erreichten in zusammengefasster Form durch die Vertreter der einzelnen Arbeitskreise an, auf die dann die Bildung von Arbeitsgruppen zu den örtlichen Vertiefungsbereichen folgte, die da sind:

  • Türkenfeld I: Dorf, Aufenthalt, Grünstrukturen,
  • Türkenfeld II: Gemeinbedarf, Handel,
  • Zankenhausen
  • Gemeindegebiet

Alle Anwesenden teilten sich in diese vier Gruppen auf und verfolgten für die restliche Zeit der Veranstaltung konzentriert die Ermittlung und Ausarbeitung der gewünschten bzw. vorstellbaren künftigen Qualitäten in den oben beschrieben Bereichen.

Der sehr konstruktiv verlaufene Abend endete dann mit einer kurzen Darstellung der von jeder Gruppe erarbeiteten Ergebnisse.
Im weiteren Verlauf soll nun die zweite Arbeitsrunde der Arbeitsgruppen vorbereitet werden; dazu gehören auch eventuell für notwendig erachtete Expertenrunden zu Spezialthemen, an denen Fachstellen oder sonstige Fachleute beteiligt werden. Zwischen Januar und März nächsten Jahres sollen dann in einer zweiten Dorfwerkstatt die Ziele und Leitlinien, Maßnahmen und Prioritäten abgestimmt werden, um im weiteren Verlauf des Jahres die Vorbereitungsplanung für ein vom Amt für ländliche Entwicklung anzuordnendes Dorferneuerungsverfahren abzuschließen.
Auf eine zahlreiche, rege und kreative Beteiligung und Mitarbeit möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger freuen wir uns.

Text: Joachim Waldbaur