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Schulweghelfer gesucht!

23 Schulweghelfer
 Es werden dringend Schulweghelfer gebraucht! Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, dann klicken Sie hier.

 

Schulweghelfer – Eine aussterbende Spezies?

Erfahren Sie mehr über die bedrohte Art der Schulweghelfer.

Wie jedes Jahr zu Schuljahresbeginn stellte sich der Schulweghelferdienst in den einzelnen Klassen der Grundschule vor und warb um Unterstützung durch neue Schulweghelfer. Leider meldete sich niemand. Auch Werbeaktionen beim Second-Hand-Markt und ein Brief des Elternbeirates an alle Grundschuleltern blieb ohne Erfolg. So funktioniert der Dienst momentan Spitz auf Knopf und nur durch wenige, sehr engagierte Schulweghelfer. Lesen Sie hier ein Interview mit drei von unseren Schulweghelfern.

Warum bin ich Schulweghelfer?

Birgit:  Ich bin Schulweghelfer, weil ich selbst drei Kinder habe. Ich finde es wichtig, jungen Kinder bei schwierigen Verkehrssituationen (Eile und Hektik im morgendlichen Berufsverkehr, zunehmender Schwerlastverkehr, Dunkelheit) Unterstützung zu bieten. Nebenei bekomme ich auch noch mit, wie sich meine Kinder auf dem Schulweg verhalten.

Susi:     Ich finde es wichtig, dass Kindern die Möglichkeit gegeben wird, sicher zur Schule zu kommen. Meine Kinder haben zwar das Glück auf ihrem Schulweg keine große Straße überqueren zu müssen, aber das ist eher die Ausnahme. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, einen Verkehrshelferdienst zu übernehmen.

Isolde: Damit helfe ich, dass Kinder gut und sicher in die Schule kommen.

Wie organisiere ich den Dienst mit meinen eigenen Kindern?

Birgit:  Als meine beiden großen Jungs noch in Türkenfeld zur Schule gingen, haben sie sich alleine angezogen und das Haus verlassen. Sie sind dann bei meiner "Dienststelle" vorbeigekommen und ich wusste, dass sie pünktlich auf dem Weg sind. Mein Jüngster war zu dieser Zeit schon in meinem Bauch dabei und nach kurzer Elternzeit im Kinderwagen. Sobald er laufen konnte, war es für ihn ein großer Spaß, mich zu unterstützen. Als er schließlich in den Kindergarten ging, konnte ich den Dienst prima mit dem Weg zum Kindergarten verbinden.

Susi:    Begonnen habe ich als meine Große in die Schule gekommen ist. Am Morgen sind wir alle zusammen aus dem Haus gegangen. So konnte ich sie noch ein kleines Stück auf ihrem Schulweg begleiten. Die Kleine habe ich mit zum Dienst genommen. Sie hatte etwas zu spielen oder anschauen dabei und hat die halbe Stunde so bei mir gewartet. Sie konnte in den Vorraum der Sparkasse gehen oder ich habe das Auto mitgenommen. Dadurch hatte sie immer einen guten Platz. Oft hat sie auch mit geschaut, welche Kinder als nächstes kommen. Im Anschluss habe ich sie dann in den Kindergarten gebracht. Inzwischen gehen beide Kinder zur Schule und am Tag meines Verkehrshelferdienstes gehen wir gemeinsam etwas früher aus den Haus. Sie warten dann solange, bis die Kinder vorbeikommen, mit denen sie gerne mitgehen möchten.

Isolde: Meine Tochter ist inzwischen schon in der Ausbildung, daher ist es für mich kein Problem.

Was gefällt mir?

Birgit:  Die meisten Kinder sind auch frühmorgens schon gut gelaunt und das überträgt sich auf den Schulweghelfer.

Susi:    Mir gefällt, auf diese Art und Weise einen kleinen Beitrag zum Wohl unserer Kinder leisten zu können. Ich bin an der frischen Luft und treffe viele nette Menschen.  Ich freue mich, wenn ich die strahlenden Kinder sehe die freundlich winkend über die Straße gehen.

Isolde: Lachende Kinder, umsichtige Autofahrer, freundliche Mitmenschen.

Was nervt mich?

Birgit:  Wenn ich bei Wind & Wetter bereitstehe und die Kinder aus dem (trockenen warmen) Auto von Mama/Papa/Opa oder Oma mir zuwinken.

Susi:    Was ich sehr nervig und aufregend finde ist das Verhalten mancher Autofahrer. Es ist unglaublich wie rücksichtslos Manche durch die Gegend fahren. Da wird zum Beispiel viel zu schnell gefahren, bei nassem Wetter spritzt das Wasser bis weit auf den Gehweg, auch wenn dort gerade jemand steht oder geht. Ich stehe an einem Zebrastreifen an dem es eigentlich keinen Schulweghelfer bräuchte, wenn sich alle an die StVO halten würden.  - Auszug aus der StVO „§ 26 Fußgängerüberwege:
(1) 1. An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den zu Fuß Gehenden sowie Fahrenden von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. 2. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten.“
Leider gibt es viele Autofahrer die viel zu schnell auf den Zebrastreifen zufahren, was dazu führt, dass ich die Kinder zurückhalten muss. Ich kann oft nicht sicher sein kann ob Autofahrer überhaupt anhalten. Eine Zeitersparnis ist das für sie nicht - im Gegenteil. Denn erst wenn ich sicher bin, dass angehalten wird bzw. das Auto steht, lasse ich die Kinder rüber. Auch habe ich das Gefühl, dass manche denken, wenn ich da stehe gilt die StVO nicht mehr, was absolut nicht der Fall ist. Sie ignorieren schlicht weg ihre Pflicht, die Fußgänger über die Straße zu lassen. So muss ich gelegentlich auch Erwachsenen über die Straße helfen, was eigentlich nicht meine Aufgabe ist. Das zeigt mir einmal mehr wie wichtig dieser Dienst ist. An dieser Stelle möchte ich aber auch die erwähnen die immer rechtzeitig bremsen oder auch von alleine anhalten und all denen danken die Rücksicht auf andere nehmen.

Isolde: Telefonieren am Steuer, Raser, schneebedeckte Autos im Winter.

Was wünsche ich mir?

Birgit: Ich wünsche mir, dass sich mehr Eltern/Großeltern der Klassen 1 und 2 für dieses Ehrenamt - im Interesse der eigenen Kinder - zur Verfügung stellen.

Susi:     Dass sich immer genügend freiwillige Helfer finden, durch die dieser so wichtige Dienst aufrechterhalten werden kann. Einmal in der Woche einen solchen Dienst zu übernehmen sollte für jeden machbar sein der um 8:00 Uhr noch nicht in der Arbeit sein muss bzw. erst zu dieser Zeit seinen Arbeitsweg beginnt. Außerdem wünsche ich mir mehr Rücksichtnahme um der zunehmenden Ignoranz Einhalt zu gebieten.

Isolde: Mehr Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer und mehr Schulweghelfer.

Nette Anekdote.

Birgit:  Wenn man/frau den Dienst so ernst nimmt, dass man sogar am Buß-und Bettag zur Stelle ist. Hinweis für alle, die keine schulpflichtigen Kinder haben: dieser Tag ist zwar schon länger kein Feiertag mehr, aber schulfrei.

Susi:    Ein Autofahrer, der mal wieder den Zebrastreifen ignoriert und einfach drübergefahren ist, obwohl er hätte halten müssen. Musste nur ein paar Meter danach stehen bleiben, weil er auf Grund einer Baustelle und Gegenverkehr nicht weiterkam. Da konnte ich mir ein fettes Grinsen nicht verkneifen. Als ich ihm dann auch noch zu gewunken habe ist er ziemlich klein geworden hinter seinem Lenkrad…. :o)

Isolde: Ein kleiner Bub wollte mich immer mit zur Schule nehmen; ein Autofahrer hat sich verfahren und wollte von mir den Weg nach Rom wissen….

Helfen Sie mit, die bedrohte Spezies zu retten! Melden Sie sich als Schulweghelfer. Es ist im Normalfall ein Dienst morgens pro Woche vorgesehen, je nach Standort ca. von 7:30 – 8:00 Uhr. Dafür gibt es sogar eine Aufwandsentschädigung von 4,50 € je Einsatz. Es erfolgt vor dem ersten Einsatz eine Schulung durch die Polizei.

Wollen Sie sich melden bzw. haben Sie noch weitere Fragen? Bitte melden Sie sich bei Familie Maier, 08193- 99 99 01, gerne auch per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Ich freue mich über Ihre Meldungen.