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Alle Infos zum Projekt hier

Stellungnahme der Deutschen Bahn zum Vegetationsrückschnitt:

Der teilweise massive Zuschnitt der Pflanzen entlang des innerörtlich verlaufenden Teils der Bahnstrecke hat innerhalb der Bevölkerung ein teilweises Kopfschütteln verursacht. Seitens der Gemeinde haben wir darum die Deutsche Bahn um eine Stellungnahme gebeten. Gleichzeitig drängte Bürgermeister Pius Keller darauf, wo immer möglich und vertretbar auch ortsgestalterische Aspekte zu berücksichtigen, um unnötige Beeinträchtigungen unseres Ortsbildes zu vermeiden. Nachfolgend die Stellungnahme der Deutschen Bahn im Wortlaut:

 

Grundsätzlich beruht die Notwendigkeit der Vegetationspflege auf der Pflicht der DB Netz AG die Eisenbahninfrastruktur gem. § 4 Abs. 3 Allgemeines Eisenbahn Gesetz (AEG) dauerhaft in einem betriebssicherem Zustand zu halten. Die Betriebs- und Verkehrssicherheit kann nur durch eine regelmäßige Pflege der Vegetation laufend gewährleistet werden.
Folgende Punkte sind unter anderem für den sicheren Eisenbahnbetrieb von Bedeutung:

*Freihaltung des Regellichtraumprofils von Vegetation gem. § 9 Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO)
*Freihaltung von Randwegen aus Gründen der Inspektionspflicht, des Arbeits- und Katastrophenschutzes (Flucht- und Rettungswege, Sicherheitsraum für Beschäftigte, etc.)
*Erhaltung der Signalsicht (Abhängig von Geschwindkeit, Bogenradius gem. DB Ril 819.0201)
*Mindestabstand von Vegetation zu elektrischen Anlagen gem. DIN VDE 0115, Teil 1 und DIN VDE 0115-1 2002-06, Nr.3.4 von mindestens 2,5 m oder mindestens 5 m bei Oberleitungsanlagen mit Speiseleitung ab einer Baumhöhe von 4 m. Dieser Mindestabstand muss dauerhaft gewährleistet werden, d.h. es muss das jährliche Wachstum, sowie die Unterschreitung durch bspw. Sturmereignisse mit berücksichtigt werden.

Eine weitere Grundlage zur jährlichen Vegetationspflege stellt für uns die DB Richtlinie 882 Landschaftsplanung und Vegetationskontrolle dar.

In der Gemeinde Türkenfeld stehen auf mehreren hundert Metern in unmittelbarer Nähe zur Bahnlinie zahlreiche Eschen an der Böschungsoberkante. Die Entnahme und der Rückschnitt begründet sich hier vor allem auf dem bereits im Sommer weit fortgeschrittenem Eschentriebsterben, der Instabilität zahlreicher Bäume durch Faulstellen oder sonstige Verletzungen sowie durch die deutlich unterschrittenen Mindestabstände zu spannungsführenden Teilen. Zum Schutz des Eisenbahnverkehrs und Dritter, also zur Vermeidung von Baumstürzen und Spannungsüberschlägen an den hochfrequentierten Straßen Richtung Bahnhof und Schule war ein Rückschnitt der Vegetation dringend notwendig. Die "Heckenstruktur" wurde hierbei erhalten und lediglich eine selektive Entnahme durchgeführt. Durch das starke Austreiben der geköpften Bäume (Esche und Ahorn) wird sich das aktuelle Bild in der kommenden Vegetationsperiode deutlich harmonisieren.